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Rom im September
TIPP:
Collosseum - Lange Warteschlangen  am Eingang umgehen, wir machten es so: 
die Eintrittskarten beim Eingang des Palatino gekauft. Sie gilt für beide Sehenswürdigkeiten!

1. Tag
Der Flug mit X3 war super, wir haben unsere Freundin  in die Mitte genommen, und eine ganze Packung Milka Herzen vernichtet. Ich hatte ein leckere Baguette am Flughafen gekauft, was zwar 3,60 € kostete, aber doch appetitlicher wirkte, als die folienverschweißten Brötchen, die es im Flieger zu kaufen gab. Wir flogen mit einer Boing 737-700. Wir sitzen in Reihe 15 Plätze FEDC. In Reihe 14 gibt es viel Beinfreiheit, Reihe 13 fehlt wie in jedem Flugzeug, und in Reihe 12 gibt es nur 2 Plätze neben dem Exit. Der Flug ist vollkommen ruhig, im Sinkflug bekam sie heftige Ohrenschmerzen, und das Flugpersonal kümmerte sich um sie, gaben ihr Schluck-,Atem-, Gähn-, Drucktips und irgendwann machte es dann auch plopp und sie konnte wieder hören.

Wieder festen Boden unter den Füßen, wurden wir per Bus zum Terminal gefahren. Der Flughafen Ciampino wirkt wie ein Billigflughafen. Wir mußten relativ lange auf unser Gepäck warten. Mit vier Koffern bewaffnet stürmten wir den Taxenstand und hatten uns auch ein passendes für uns ausgesucht. Aber nein, wie überall auf der Welt, geht es auch hier der Reihe nach! Egal, ob 4 Koffer. Der Taxifahrer, ein jugendlich aussehender, cooler Typ, mühte sich redlich, alle Koffer in seinem Kofferraum zu verstauen, Kollegen kamen ihm zu Hilfe aber, (wusste er dies schon vorher?) letztendlich mussten wir 3 auf der Rückbank einen unserer Koffer auf unseren Knien lasten lassen. Cest`la vie, wie heißt das auf italienisch?

Vor dem Hotel angekommen, mussten wir erst mal jemanden an einem Marktstand ansprechen, ob er mal ein Photo von uns schießen könnte. Dann betrachteten wir skeptisch unser Hotel von außen. Es sah aus, als ob es keinen Eingang hätte. Es war versteckt in der 5. Etage eines römischen Wohnhauses. Wir klingelten. Uns wurde geöffnet, und der Fahrstuhl sah nicht so sehr vertrauenerweckend aus. Ein Schild teilte uns mit, dass er maximal 3 Personen/250 kg transportiert. So musste er uns und unsere Koffer in 2 Fuhren hochschaffen.

Unsere Zimmer haben mich beim Betreten enttäuscht. Ich muss sagen, dass ich nicht oft enttäuscht bin von Zimmern, aber in diesem Fall schon, denn ich hatte extra zweimal ein Fax ans Hotel gesandt, und um 2 schöne Zimmer gebeten. So ging ich davon aus, dass alle Zimmer ähnlich gestaltet sind, und verstand nicht, warum dieses Hotel so gute Kritiken erhalten hatte.
Unser Zimmer war sehr dunkel, was daran lag, dass wir uns mit dem Nachbarzimmer das einzige Fenster teilen mussten. Die Wände waren mit Acrylfarbe in einem undefinierbaren beige gestrichen und waren gezeichnet von vielerlei Abdrücken von, unter anderem, Schuhen. Es war nicht sehr groß, aber ausreichend. Die Möblierung war zweckmäßig, es gab einen Kühlschrank, einen Safe im Schrank, einen Föhn im Bad, den wir aber mangels Leisung nicht benutzt haben. Unsere Duschwand konnte man nicht schließen, weil dieses Schiebeteil fehlte. Es war nicht sehr groß, aber sauber und hatte ein Bidet.

Wir waren begeistert, weil wir uns über unsere Fensterverbindung, die eine Terrassentür war austauschen konnten und so von einem Raum in den anderen gelangen konnten, ohne über den Flur zu laufen. D. h. wir sind hin und her gelaufen, und konnten zu viert kommunizieren. Diese Tatsache hat uns mit den Mängeln versöhnt, und wir wollten die Zimmer nicht am nächsten Tag wechseln, was man uns anbot, nachdem wir die Mängel an der Rezeption anzeigten.

Nachdem wir uns ein bisschen ausgeruht hatten brachen wir auf, um ein wenig  Rom-Luft zu schnuppern. Was wir zu schnuppern bekamen, waren die Preise in der Bar an der schönen Kirche Santa Maria Maggiore, die nun zu unserer Orientierung da war, denn diese sahen wir immer, wenn wir vom Bahnhof Termini in unsere Hotelrichtung gingen. Jeder zahlte 6 Euro für 1 Cola. Wir stellten fest, dass wir in Zukunft erst einmal die Preise checken sollten, bevor wir bestellen. Einmal, am 3. Tag, sind wir auch am Piazza Navone wieder aufgestanden, weil ein Cappucino auch so um die 5 Euro kosten sollte. Nee, da gibt es günstigere Lokale, eine Straße weiter.

Wir hatten dann die Kirche von innen angeschaut, wo gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde, und zogen dann weiter in Richtung Zentrum. Der Hunger hat uns aber nicht weit kommen lassen, denn bald haben wir in einer netten ruhigen Nebenstraße, ein Lokal "Da Robertina, eine Griglietia=Grill, gefunden, wovor wir Platz nahmen, weil es nett aussah, und die Preise interessant günstig waren. Ich befürchtete ein deftiges Couvert, aber nein, es blieb günstig, es war nur 1,60€. Zwar war unser Kellner etwas angesäuert, weil er nicht vertrug, dass wir ihn sofort darauf aufmerksam machten, dass sein Brot aber nicht frisch war, doch es war ein gelungenes Abendessen. So, nun waren wir aber müde nach einem so langen Tag, wir strebten unserem Bett entgegen.




2. Tag
Für heute hatten wir 6.00 Uhr Wecken, 8.00 Uhr Vatikan geplant. Oh Wunder, das hat sogar mit dem Aufstehen geklappt. Auf dem Weg nach oben in die Kuppel des Petersdoms musste mein Körper die Krümmung der Kuppel annehmen, denn der Treppenaufgang war sehr schmal. Ich weiß nicht mehr wie viele Stufen wir nach dem Fahrstuhl noch bewältigen musten, aber dazwischen haben wir innerhalb der Kuppel von oben in den Dom geschaut und die prächtigen Mosaiken bewundert.
Oben angekommen, grandioses Wetter, grandiose Aussicht, grandioser Dom. Von ca. 9.00  bis 12.00 Uhr waren wir im Vatikan. Der Pabst sieht jeden morgen aus seinem Fenster auf dem Petersplatz als erstes den Obelisken,  den Petrus als letztes sah. Ich habe mich auch angestellt um die Füße des Petrus zu berühren. Als ich bei den ewig brennenden Lichtern seines Grabes stand, war ich neben einer Gruppe, die vielleicht italienische Pfadfinder  waren. Diese Gruppe verharrte dort und sprach ein sehr langes Gebet. Ich stand ganz still.
Zum Schluss waren sehr viele Menschen im Dom. Gut, dass wir so früh dort waren! Der Pabst-Altar, der von Bernini gestaltet ist, ist unglaublich hoch und beeindruckend. Darunter geht es in die Gruft von Petrus. Michelangelos Maria mit Jesus auf ihren Knien war hinter einer dicken Glaswand gesichert. Wir sind an diesem Morgen nicht in die Sixtinische Kapelle gegangen. Eine fatale Fehleinschätzung ließ uns denken, dass der Andrang zu riesig ist. Wir ahnten nicht, wie groß der Andrang am nächsten Tag sein würde, und verließen den Vatikan, weil es auch schon zu spät für den deutschen Friedhof war, der nur bis 12 Uhr und nur von deutschsprechenden Menschen zu besichtigen ist. Die Schweizergarde, in den urigen Gewändern, die aussehen wie ein Harleking-Kostüm, gab uns auf Deutsch Auskunft.

So, nun kauften wir uns ein 48 Stunden hop on hop off Ticket. Endlich mal sitzen. Wir fuhren mit dem Bus durch die Stadt, ließen uns über Kopfhörer mit Informationen berieseln und stiegen am Bahnhof Termini aus, um uns eine ausgedehnte Mittagspause im Bett zu gönnen.  Meine zweite Freundin und ich wollten uns aber nach 1 Stunde um 16.30 treffen, um die Gegend anzuschauen. Wir gingen in einen Park Richtung Colosseum und haben einen Cappucino getrunken. Es war ein ruhiger Platz, wo wir das Monument anschauen konnten. Direkt am Colosseum meinte sie, mir nun unbedingt an einem Kiosk-Wagen ein Eis kaufen zu müssen, weil ich den Kaffe gezahlt hatte, und bekam den Schock des Tages. Diese 1 Kugel kostete 5 Euro!!! Die teuerste Eiskugel aller Zeiten.

Um 17.30 Uhr brachen wir wieder auf. Wir nahmen die Metro, davon gibt es nur 2 Linien in Rom A+ B. Wir wollten die berühmte spanische Treppe sehen, also stiegen wir Haltestelle Spagna aus. Wir erklommen die Stufen, und oben vor der Kirche haben wir über die Dächer Roms blicken können. In der Tat, ich sah nirgendwo ein Hochhaus. nur Kuppeln, Kirchtürme und Dächer... phänomenal!

Der Trevi Brunnen ist vollkommen eingezwängt auf dem kleinen Platz. Sehr viele Menschen waren dort, einfach, um ihn zu betrachten. Der Abend klang in einem noch besseren Restaurant als am Vorabend aus,  in der Via Fratte, gegenüber des 3 Sterne Hotels Siena. Das Restaurant hieß Sant`Andrea. Es war außerordentlich schmackhaft. Nie eine so köstliche Lasagne gegessen. Mit Sicherheit waren es selbstgemachte Pasta, und es gab keine Bechamelsoße. Das  Tiramissu war ohne Worte. Eine helle Creme, so leicht, fluffig-cremig, unglaublich.

3. Tag.
Heute morgen war der Vatikan wieder unser Ziel. Wir wollten uns von der Schweizer Garde zum Friedhof bringen lassen. In der Tat wurden wir auch durchgelassen, und waren aber ein bisschen enttäuscht, weil wir uns einen Park vorgestellt hatten, statt dessen war er ein Innenhof, mit angrenzender Kirche, wo Deutschsprachige begraben liegen. Gräber dicht an dicht, in der Kirche Statuen mit Skeletten.
Natürlich waren wir froh, dass der Vatikan für uns eine pikobello saubere Toilette bereithielt. Ein Schild an der Wand wies darauf hin, dass das ein kostenloser Service ist, und vom Personal keine Bezahlung angenommen werden darf. Einfach Bemerkenswert.

Da die Schlange vor der Sixtinischen Kapelle mehrere hundert Meter betrug, haben wir auf den Besuch verzichtet. Warum eigentlich haben wir es am Vortag nicht wenigstens probiert, hineinzukommen? Ob montags geschlossen ist, oder ein Geheimtipp(?) vermögen wir nicht zu sagen. Lt. Reiseführer ist sie montags auch geöffnet.

Danach bestiegen wir wieder unseren Hop on hop off Bus und ließen uns zur Engelsbrücke/Engelsburg fahren, dort wo früher Kaiser, Könige und viele andere Menschen gefangen gehalten wurden. Es gibt eine unterirdische Verbindung vom Vatikan dorthin. Wir hatten aber keine große Lust, das Museum dort anzuschauen, sondern wendeten uns dem historischen Zentrum zu.
Wir schlenderten durch enge Gassen, wo Handwerker kleine Werkstätten unterhielten. So etwas sieht man bei uns nur noch ganz selten. Es gab kleine Restaurants, wo man zu günstigen Preisen essen konnte. Dann kamen wir an die Piazza Navona und fühlten uns von den Kaffees angezogen. Jetzt einen Kaffee latte, oder einen Cappucino wäre genau das Richtige, um dem Treiben auf dem großen sonnigen Platz zuzuschauen, und neue Kräfte zu sammeln. Wir saßen schon, und obwohl wir schon wussten, was wir wollten, verteilte der Ober die Getränkekarten und entfernte sich wieder. Ich glaube, er ahnte es schon, es war so, als wollte er sagen, bevor es Ärger mit Euch gibt, seht euch erst mal unsere Preise an. Und so war es auch, wir standen wieder auf und gingen weiter, weil die Preise für einen Cappucino über 5 Euro lagen. Das war uns einfach zu happig. Gar nicht mehr weit, hatten wir auch schon das Objekt unserer Begierde gefunden. Den kleinen Platz, wo der überdimensionierte Pantheon stand. Die Kirche, die als einzige Lichtquelle ein 9 m kreisrundes Loch aufweist, wo es hinein regnet, wenn es regnet. Es fing auch wirklich an zu regnen, als wir nach der Besichtigung auf dem Rückweg waren. Aber vorher haben wir endlich den Kaffee bekommen, und zum halben Preis, in einem Lokal mit einem sehr netten Ober.

Als mir klar geworden war, dass der 4-Ströme-Brunnen auf der Piazza Navona ist, mußten wir noch einmal zurück. Dann standen wir vor dem eingerüsteten Brunnen und ich erklärte meinen Freundinnen, was der Held der Iluminati hier gemacht hat. Überhaupt war das Lesen des Buches vor der Reise sehr inspirierend für mich und ich hatte gleich einen intensiveren Zugang zu dieser Stadt.
Als wir dann an einer Alimenteri, einem Lebensmittelgeschäft vorbeikamen, konnten wir nicht wiederstehen. Wir kauften sehr leckere Mortadella, Parma Schinken, Käse und Brot und wollten das irgendwo verzehren. Leider fanden wir bloß keine Gelegenheit zum kostenlosen hinsetzen, und so flüchteten wir uns in ein Restaurant, als plötzlich aus den Regentröpfchen eine etwas stärkere Geschichte wurde. Da haben wir halt dort unseren Hunger und Durst gestillt.  Das Salle fondue war ein nett eigerichtetes Lokal. Das Essen hat uns nicht so vom Hocker gehauen. Die Preise waren dort normal. Nun waren wir wieder reif für die Siesta im Hotel. Ich habe mich nach 1 Stunde Pause in einen Store begeben OWIESSE hieß das. Dort habe ich schöne Mode angeschaut, und natürlich auchein Accessoir erstanden. Ein brauner Rock mit beigem Giraffenmuster ist mir aufgefallen.
Als ich zurück im Hotel war, wollten wir wieder losziehen. Ok, wir trabten los, und sind den ganzen Weg bis Trastevere zu Fuß gegangen. Für einen kurzen Augenblick überlegten wir in ein klassisches Klavierkonzert zu gehen, wo wir direkt vorbeigingen. Wir haben uns aber entschieden, das reizvolle Künstlerviertel zu entdecken. Und das war auch wirklich schön.
Erst haben wir in einem Weinlokal bei Kerzenschein und einer Flasche Vino eine ausgedehnte Pause gemacht, und dann hat uns wieder die Shoppingwut überfallen. Ein Ledertaschengeschäft hat uns geschluckt. Meine Freundin hat eine tolle Tasche für ihre Tochter gefunden, und ich habe auch eine braune Ledertasche gekauft. Es war draußen außerordentlich frisch geworden, nach dem Regen am Nachmittag. Irgendwo musste es wohl ein Gewitter gegeben haben, dass es sich so sehr abgekühlt hatte. Deshalb hatten wir auch nichts dagegen die warme Atmosphäre des nächsten Ladens ein Mamor Line Geschäft zu  nutzen. Auch hier wurde zugeschlagen. Ich: Kette, Armband, und Ring aus einem Stein, der Jasper heißt. Meine Freundin ein wunderschönes Rosenquarzarmband. Dann schlenderten wir weiter durch die Gassen und bewunderten in einem Schuhladen ganz außergewöhnlich  kreirte Schuhe mit Absätzen, die man nicht für möglich hält. Die waren so bizarr, dass sie für uns nicht in Frage kamen. Der Streifzug ging weiter. Es waren unendlich viele junge Menschen auf den Straßen. Zum Abschluß gönnten wir uns noch eine Pizza aus einem Pizza-Imbiss. Man hat sich eine Größe bestellt, es wurde abgeschnitten, gewogen, aufgebacken und auf die Faust serviert. Hmmh, die war sehr lecker. Der Teig war schön knusprig. So, alle Bedürfnisse waren für diesen Tag erfüllt. Ab zum Taxistand, und ins Hotel zurück. Es war nun mehr als frisch, es war jetzt richtig kühl. Es war ca. 8 Euro für das Taxi, wie am Vortag auch.

4. Tag
Heute Morgen war erst um 7.00 Uhr wecken und um 9.30 Uhr los Richtung  Collosseum.  Lange Warteschlangen sahen wir am Eingang. Wir machten es so, wie  von unseren Vorreisenden empfohlen. Beim Eingang des Palatino die Eintrittskarten gekauft. Sie gilt für beide Sehenswürdigkeiten. Es war wunderschönes Wetter. Besser konnte es nicht sein. 20 Grad, Die Luft so klar und frisch, und die Umgebung auf dem Palatin grün, antik, ruhig, romantisch, wenig Menschen. Null Wartezeit am Eingang. Der Palatin ist der Hügel, auf dem die Stadt Rom der Sage nach gegründet wurde. Hier stehen die Reste der Kaiserpaläste, und der Blick schweift über den Circus Maximus, die Farnesischen Gärten und die Altstadt.

Die Stufen hinunter zum Forum haben wir uns gespart. Von einem wunderbaren Ausblickspunkt konnten wir von oben herab alles bestens lt. Reiseführer lokalisieren. Meine Freundin hat es, hier besonders, wiederholt bedauert, dass wir keine richtige Stadtführung gebucht haben. Selbst, per Reiseführer, die alten Geschichten zu lesen ist einfach zu mühsam. So lassen wir die Gegend auf uns wirken. Für mich war es einer der schönsten Plätze, an denen ich war.
Nun machten wir uns auf, das Colloseum von innen zu sehen. Von außen hatte es schon viele Male ein gutes Fotomotiv abgegeben. Erst gestern Abend war es von der versinkenden Sonne angestrahlt unwiderstehlich.  An der endlos langen Warteschlage gingen wir flugs vorbei und ich freute mir ein Loch in den Bauch. Plötzlich war mein Reiseführer weg. Ich überlegte, wo ich ihn hätte liegenlassen können. Das er gestohlen hätte sein können, leuchtete mir nicht ein, wer stiehlt schon einen Reiseführer?
Aha, meine Freundin wollte mir eine Lektion erteilen, weil ich meine Tasche nicht zugemacht hatte. Sie hatte ihn, von mir unbemerkt, entwendet.
Das Colloseum entpuppte sich genauso, wie es auf Fotos dargestellt ist. Mehr konnte ich nicht entdecken. Nach dieser Besichtigung haben wir ein letztes Mal unseren Hopser-Bus bestiegen, und eine komplette Runde durch Rom gedreht. Es stellte sich heraus, dass es eine andere Gesellschaft war, und wir eine leicht abgewandelte Route fuhren. Danach haben wir uns auf dem Weg ins Hotel eine Pizza in einem Restaurant gegönnt, und sind dann in unserer wohlverdiente Mittagsruhe gegangen. Anschließend habe ich mir das Giraffenkleid gekauft. Das war der Rock, den ich schon zuvor entdeckt hatte, und meine Freundin Nr. 3 unabhängig von mir auch gesehen hatte, und der Meinung war, er würde mir stehen. Das war der Auslöser, dass ich mich traute.
Nach unserem Einkaufsbummel sagte meine Freundin3:  "eigentlich können wir jetzt mal alle zusammen Fahrstuhl fahren." Niemand sagte etwas dagegen, nur, dass wir es jetzt wohl mal wissen wollten, denn dieser altertümliche, urige Fahrstuhl ist ja nur bis 3 Personen und gesamt 250 kg zugelassen. Im Hotel an der Rezeption hatten sie uns auch darauf hingewiesen, aber wir wollten es gern genau wissen, was der so leistet.  Also alle rein. Die Außentür schließen, die Flügeltüren von innen schließen und ab nach oben. Er tat`s! ... Aber nicht lange. Zwischen 2 Stockwerken stoppte er und rührte sich nicht mehr. Mein erster Gedanke: Ruhe bewahren, und den Rufknopf betätigen. Die eine Freundin blieb auch gelassen. Die beiden anderen erfaßte die Panik. Sie riefen um Hilfe, und tatsächlich kamen 3 Italiener auf dem Weg nach unten bei uns vorbei. Einer von Ihnen hat wahrscheinlich dann ganz unten im Erdgeschoß den Fahrstuhl runtergerufen. Er setzte sich jedenfalls wieder in Bewegung, und wir stiegen dort aus, wo wir eingestiegen waren. Meine Freundin sagte, "ich muss sofort damit wieder hochfahren, sonst fahr ich nie mehr damit!" Oben angekommen, musste sie den regelrechten Schock erst einmal verarbeiten. Wir haben eine sehr wertvolle Lebenserfahrung gemacht. 
 
Um 19.00 Uhr fuhren wir wieder mit der U-Bahn in die Stadt bis zur Piazza del Popolo. Dort wurde gerade eine Bühne für ein musikalisches Spektakel aufgebaut. Wir schlugen unseren Weg in die Via del Corso ein und bummelten die Schaufenster entlang, um schließlich sündhaft teure Stiefel, für ca. 1700 Euro zu entdecken, und die Information, dass hier die Stars und Sternchen einkaufen, wie z.B. Viktoria Beckham. Irgendwo in einer Nebenstraße haben wir dann ein Restaurant gefunden, wo wir dann zu unserer aller Zufriedenheit gegessen und getrunken haben. Da der Wind doch recht frisch ging, frug ich nach einer Decke, oder Polster für die Rückenlehne. Da hat mir doch der Kellner schließlich einen dicken Packen Tischdecken gebracht, womit ich mir meinen Stuhl wetterfest auspolstern konnte. Wir hatten auch relativ viel getrunken und zum Abschluss gab es noch einen Limoncello vom Haus. So waren wir recht gut drauf. Hallo Taxi! Ab in die Via del Buonarroti zum Hotel Orazia.

5. Tag
Die Sonne scheint so schön, ich wäre am liebsten noch mal losgezogen. So ein wunderschönes Wetter. Gegenüberr den ersten 2 Tagen hat es sich abgekühlt auf 20 Grad. Der Wind war kühl. Ich habe an der Rezeption noch meine Enttäuschung über die Zimmer zum Ausdruck gebracht. Daraufhin haben wir pro Zimmer 1 Fl. Wein bekommen. Das Hotel hat uns ein Taxi für einen Festpreis 30,- Euro vermittelt. Der Fahrer ist über Land zum Flughafen Ciacampino gefahren. Im Taxi haben wir vier uns über unsere schönen gemeinsamen abwechslungsreichen, nie mehr zu vergessenden Stunden unterhalten. Später als wir im Flieger saßen, und wir mit einer halben Stunde Verspätung abgehoben hatten, erfuhren wir von unserem Mordsglück, dass wir gehabt haben. Es gab nämlich einen Fluglotsen-Streik, wir sind gerade noch so davongekommen.

Blick von der Kuppel des Petersdom